Terracotta-Fliesenproduktion im Kinder- und Jugendzentrum Tarrafal

Die Entstehung (2005)

  • Die Idee aus der ‚roten Erde’ die die Landschaft rund um das Zentrum prägt Terracotta-Fliesen herzustellen entstand während der Bauphase des Zentrums Mitte 2005.
  • Es konnten zwei österreichische Keramiker (Maria Kosareva und Martin Kunze; http://members.aon.at/mkunze1/) gefunden werden, die Tarrafal besucht und in zwei Wochen die Fliesenproduktion auf den Weg gebracht haben.
  • In einem selbstgebauten Lehmofen der mit dem auf dem Gelände des Zentrums herumliegenden Gestrüpp beheizt wurde, wurden die Fliesen gebrannt.
  • So ist es gelungen die Böden des Zentrums (Büroräume, Unterrichtsraum und Informatikraum) mit selbsthergestellten Fliesen zu verlegen.
  • Während der Bauphase des Zentrums konnte das Terracottaprojekt mit Geld das für den Bau zur Verfügung gestanden ist finanziert werden.
  • Seit Bauabschluss im Oktober 2005 hat die Terracottaproduktion keine Finanzierung.
  • DCCV hat das Projekt zunächst mit Eigenmitteln weiter finanziert.
Die ersten Testversuche ...
Der erste Lehmofen
Fliesenproduktion
Brennen bis in die Morgenstunden
Die ersten verlegten Fliesen




Die Übergangsphase (2006 bis März 2007)

  • Die zwei Keramiker aus Österreich kamen ein zweites Mal auf Besuch.
  • Es wurde ein grösserer Ofen gebaut, der mit Gas und Sägespänen beheizt werden kann.
  • Zunächst hat der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es musste zuerst eine Schutzmauer gebaut werden ...
  • Dann wollte die Gasgesellschaft den Anschluss nicht geben. Es musste ein eigenes ‚Haus’ für die Gasflaschen gebaut werden ...
  • Bei dem ersten Brennversuch war die Temperaturverteilung im Ofen nicht optimal. Oben zu kühl, unten zu heiss ...
  • Im März 2007 – mit Ende der Förderung durch das deutsche Ministerium – konnte DCCV das Terracottaprojekt nicht weiter finanzieren, da die Eigenmittel zur Gänze in die Erhaltung des Zentrums geflossen sind.

Ofenbau
Schicht für Schicht ...
Ofen mit Schutzmauer

Die Zukunftspläne

Die Terracottaproduktion ist ein für die Zukunft des Zentrums vielversprechendes Projekt, das eines Tages zum Erhalt des Zentrums, sprich zu den Betriebskosten, einen grossen Anteil wird leisten können. Unser längerfristiges Ziel ist es, unsere Werkstätten und Ausbildungsstätten für Jugendliche (Schreinerei, Schneiderei..) wieder zu aktivieren.

Um dieses Ziel zu erreichen ist ein weiteres Jahr Finanzierung für das Projekt „Terracotta“ notwendig. Ein Jahr um:

  • die Fliesenproduktion zu ‚verfeinern’. Die bisher verwendete Mischung aus der lehmhaltigen Erde des Zentrums und dem benötigten Sand (damit die Fliesen bei der Trocknung nicht reissen) ist nicht ideal. Alternativen mit Ton der in der Umgebung abgebaut wird bietet sich an. Es muss experimentiert werden.
  • den Brennofen zu optimieren. Auch hier muss experimentiert werden. Die beste Art und Weise den Ofen einzuräumen muss gefunden werden.
  • eine Möglichkeit zur Glasierung zu finden. DCCV steht seit einigen Monaten eine Glasmahlmaschine zur Verfügung. Dies bietet die Möglichkeit das viele Altglas das in Cabo Verde nicht wiederverwertet wird zu verwenden um Glasuren zu entwickeln. Hierfür haben die erwähnten Keramiker bereits Hilfe zugesagt.
  • die Fliesenherstellung zu verbessern und zu beschleunigen.

Finanziert werden müssen zwei Gehälter (siehe untenstehende Aufstellung), die Kosten für das Brennen der Fliesen sowie diverses Werkzeug.

Angestellt werden soll eine Frau als Werkstattleiterin sowie eine Teilzeitaushilfskraft.



Die Kosten

Beschreibung Monatskosten CVE Monatskosten EUR Monate Jahreskosten EUR
Gehalt Werkstattleiterin20.000181,38122.176,57
Gehalt Aushilfe (Teilzeit)10.00090,69121.088,29
Lohnnebenkosten (15 %)4.50040,8112489,73
Fliesen brennen 20.000181,38122.176,57
Werkzeug, etc.15.000136,04121.632,43
Gesamtkosten69.500630,307.563,60
CVE = Escudo Caboverdeano
Wechselkurs = 110,2650