Hochgesteckte Ziele
Die UNO hat im Jahr 2000 Zahlen veröffentlicht die uns zu denken geben könnten ...
* Mehr als eine Milliarde Menschen lebt in extremer Armut
* Jeder 5. Mensch auf der Welt muss mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen.
* Mehr als 700 Millionen Menschen sind unterernährt und hungern.
* 115 Millionen Kinder lernen weder lesen noch schreiben.
* Mehr als eine Milliarde Menschen haben kein sauberes Trinkwasser.
* Mehr als zwei Milliarden Menschen haben keine Sanitäranlagen.
* 80% aller Krankheiten in Entwicklungsländern werden durch verschmutztes Wasser verursacht.
* Mehr als 2 Millionen Menschen sterben dadurch im Jahr an vermeidbaren Krankheiten.
Die UNO hat sich im Jahr 2000 ihre Millenniumsziele für den Entwicklungshilfebereich gesteckt. Ein Auszug davon:
* Zwischen 1990 und 2015 soll die Anzahl der Menschen die mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen müssen halbiert werden.
* Zwischen 1990 und 2015 soll die Anzahl der Menschen die hungern müssen halbiert werden.
* Bis 2015 soll sichergestellt sein, dass alle Kinder dieser Welt, egal ob Buben oder Mädchen eine Grundschulausbildung erhalten.
* Bis 2015 soll die Anzahl der Menschen die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen haben halbiert werden.
Die Welt, wie sie sich demnach die UNO im Jahr 2015 wünscht:
* Mehr als 500 Millionen Menschen leben in extremer Armut
* Jeder 10. Mensch auf der Welt muss mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen.
* Mehr als 350 Millionen Menschen sind unterernährt und hungern.
* Alle Kinder lernen lesen und schreiben.
* Mehr als 500 Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser.
* Mehr als eine Milliarde Menschen haben keine Sanitäranlagen.
* 40% aller Krankheiten in Entwicklungsländern werden durch verschmutztes Wasser verursacht.
* Mehr als 1 Millionen Menschen sterben dadurch im Jahr an vermeidbaren Krankheiten.
Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit stellt 350.000 € zur Verfügung um diese Ziele einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen!
Titel: "Die Millennium Entwicklungsziele – 8 Ziele für die Welt“
Dazu eine kleine Geschichte
Grossvater hat es in seinem Leben zu was gebracht: Reihenhaus mit Swimmingpool, Auto mit GPS, Bankkonto mit Millionen Reserven, 4 mal verheiratet und 7 Kinder.
Aus der ersten Ehe stammt seine älteste Tochter, Karin. Diese ist vor Jahren schon in ein fernes Land ausgewandert und hat ihren Papa zum stolzen 6 fachen Grossvater gemacht.
Gestern hat Grossvater nach langer langer Zeit wieder einmal einen Brief von seiner Tochter erhalten. Ein Hilferuf. Karin ist seit Monaten krank, kann sich nicht mehr um ihre Kinder und den Haushalt kümmern. Die Enkel sind bereits unterernährt, alle zusammen seien sie zu schwach um Wasser aus dem weit entfernten Brunnen zu holen. Das Haus verdreckt zusehends.
Grossvater ist geschockt. Will sofort, grosszügig und nachhaltig helfen.
Der Antwortbrief ist schon abgeschickt:
Liebste Karin,
Mit Entsetzen habe ich deinen Brief gelesen. Du musst sofort was tun! Du weißt ich helfe dir wo ich nur kann, aber bitte vergiss nicht, dass ich auch nicht unbegrenzt Reserven habe. Trotzdem muss es uns gemeinsam gelingen zumindest 3 deiner lieben Kinder, die mir wirklich alle sehr abgehen – lass sie mir ganz herzlich grüssen - durchzubringen.
Aber nicht nur das, ich finde wir sollten auch einen Plan machen wie wir von den 3 Überlebenden – bitte such du dir doch aus welche das sein sollen, wobei ich doch finde das Paul am ehesten das Zeug dazu hat einmal etwas Richtiges zu werden – also wie wir es anstellen und organisieren können dass von den Dreien wenigstens einer auch sein 20. Lebensjahr erreicht. Das muss einfach möglich sein und – verzage nicht – es wird uns gelingen, glaube mir!
Anbei schicke ich einmal eine Soforthilfe von 50 €. Gleichzeitig plane ich aber auch in einem grossen Zeitungsinserat unseren Plan zur Errettung von Paul (jetzt habe ich mich eigentlich schon fast entschieden, du solltest wirklich ihn retten. Vertraue mir, er ist ein G'scheiterl) zu schalten. Je mehr Leute von deinem Schicksal wissen, je grösser sind unsere Chancen ihn vor dem drohenden Verhungern zu bewahren. Vielleicht finden sich auf das Zeitungsinserat hin ja ein oder zwei grosszügige Spender! Und wenn wir dann den Josef auch noch durchbringen ... na, uns kann es ja nur recht sein.
Und mach dir keine Sorgen: die Kosten für das Inserat übernehme ich selbstverständlich!
Herzlichst dein,
Grosspapa
Aber diese Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen und hat sich so mit Bestimmtheit nie abgespielt ...


0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
<< zurück zum Monatsbericht