Cabo Verde...


... heissen die Inseln in der offiziellen Landessprache (portugiesisch). Kauberdi werden sie von den Einheimischen in ihrer Muttersprache (creolo) genannt. Im deutschsprachigen Raum Kapverde oder kapverdische Inseln. Auch Cape Verde (englisch und deutsch) liest und hört man oft ...

Geographie
... gemeint sind immer die 15 Inseln vulkanischen Ursprungs. 500 km vor der Küste Senegals im Atlantik gelegen. 9 der Inseln sind bewohnt. Grösste Insel, mit der Hauptstadt Praia, ist Santiago.
Landkarte Die Inselgruppe der Kapverden - 15 Inseln, 9 davon bewohnt - liegt im Atlantik, an der Westküste Afrikas (500 km von Senegal entfernt), im Bereich der Sahelzone. Sie wird grossteils von Trockensteppe geprägt.
Die östlichen Inseln (Sal, Boavista, Maio) sind flach, Sanddünen und Salzsumpfgebiete bestimmen ihr Aussehen. Inselkarte
Die weiteren Inseln (Namen sieh 'Daten') sind teilweise stark zerklüftet und gebirgig. Höchste Erhebung ist der Pico de Fogo (2829m). Ein Vulkan der zuletzt 1995 tätig war.
Die größte der Inseln, mit der Hauptstadt Praia, ist Santiago.

Klima
Es ist der Nordostpassat, der das Klima Kauberdis von November bis Juni bestimmt. Er teil die Inseln in die 'Ilhas do Barlavento' ('über dem Wind' im Norden) und die 'Ilhas de Sotavento' ('unter dem Wind' im Süden).
Von Juli bis November herrscht der Südwestmonsun der hin und wieder Regen bringt. Bei durchschnittlich 6 Regentagen pro Jahr wäre es allerdings übertrieben von einer Regenzeit zu sprechen. – Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 25° C.

Geschichte und Politik
Kauberdi wurde 1445 von den Portugiesen entdeckt. Die Inseln, bis dahin unbewohnt bekamen sodann 500 Jahre portugiesische Kolonialherrschaft mit Sklavenhandel und vielen weiteren Schrecken zu sehen.
Die heutige Bevölkerung ist daher eine 'Mischung' aus Europäern und Afrikanern. Von Insel zu Insel unterschiedlich. So gilt Santiago als die 'afrikanischste' der Inseln.
Die Herrschaft der Portugiesen währte bis zum Zusammenbruch ihres Kolonialreiches 1974. Kauberdi wurde zunächst autonom und mit den ersten Wahlen am 5. Juli 1975 – zunächst noch in Union mit Guinea-Bissau – unabhängig.
Nach einem Militärputsch in Guinea-Bissau 1980 löste sich diese Union auf und aus der binationalen Unabhängigkeitspartei PAIGC wurde die PAICV (Partido para a Independência de Cabo Verde). Diese hat eine Politik der sozialen Wirtschaft sowie der Blockfreiheit verfolgt, wodurch Cabo Verde Unterstützung von 'allen Seiten' bekommen hat und noch bekommt.
Im September 1990 kam es zu einer Verfassungsreform und ein Mehrparteiensystem wurde eingeführt. Bei den Wahlen 1991 kam es zum Regierungswechsel zur bürgerlichen MPD (Movimento para a Democracia).
Diese leiteten mehr als 10 Jahre die Geschicke des Landes. Liberale Reformpolitik mit Ziel Privatisierung staatlicher Institutionen, Liberalisierung der Wirtschaft, Kürzung der Staatsausgaben etc. war deren Leitfaden.
Der neueste Bericht der UNDP erklärt den neuerlichen Regierungswechsel (zurück zur PAICV) nach den Wahlen 2001:
In Kauberdi leben weiterhin 40% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze! 2% gehören der reichen Oberschicht an, 4% der Mittelschicht, der grosse Rest sind Landwirte, Fischer und Arbeiter.

Ilha Santiago/Tarrafal
Santiago ist die grösste der kapverdischen Inseln. Die Insel ist stark zerklüftet, von tiefen Tälern durchzogen und von Steilküste geprägt. Im Gegensatz zu den flachen Inseln 'fehlen' ihr daher die langgezogenen Sandstrände. Im Süden der Insel liegt die Hauptstadt Praia, an der Nordspitze Tarrafal (Entstehungsort des Projekts). Tarrafal ist sowohl Gemeinde als auch Dorf ('Vila do Tarrafal). Dieses ist bekannt für seinen Sandstrand mit schattenspendenden Kokospalmen.
Die arbeitenden Menschen Tarrafals sind grossteils Fischer oder Landwirte, einige wenige leben vom Tourismus. Viele sind arbeitslos.
In den Regenmonaten (Juli bis November) werden auf der gesamten Insel Mais und Bohnen angebaut. Ein, zwei kräftige Regenschauer und die sonst 'braun-trockene' Insel wird grün.

Daten und Fakten
Cabo Verde
Staatsname: República de Cabo Verde
Fläche: 4.033 km2
Die 15 Inseln:
Santo Antao, Sao Vicente, Santa Lucia (unbewohnt), Sao Nicolao, Sal, Boavista (Barlavento – 'über dem Wind') Maio, Santiago, Fogo, Brava (Sotavento – 'unter dem Wind') 5 weitere kleine Inseln (Namen dem Verfasser unbekannt)
Lage: am 16. Breitengrad; 500 km westlich von Senegal
Höchste Erhebung: Pico de Fogo (2829m)
Mittlere Jahrestemperatur: 25° C - Durchschnittliche Luftfeuchtigkeit: 60%
Einwohnerzahl (2002): 434.625 – Auslands-Caboverdeaner: ca. 700.000
Traditionelle Emigrationsländer: USA, Portugal, Angola, Niederlande, Frankreich ...
Bevölkerungswachstum pro Jahr: 2,6%
Bevölkerungsdichte: 113 /Einw./km2
Religion: 96% katholisch, 2% protestantische Religionsgemeinschaften (Nazarener, etc.)
Staatsform: Republik mit Mehrparteiensystem; Verfassung von 1992 (Änderungen von 1999)
Hauptstadt: Praia (Einwohner: ca. 117.000)
Präsident: Pedro Verona Rodrigues Pires (PAICV – seit 2001)
Nationalversammlung: PAICV 40 Abgeordnete, MPD 30, ADM 2
Reales BIP/Kopf: 1.310 US$ (laut IBRD, 2003)
Alphabetisierungsrate: 74,5% (IBRD 2002)
Lebenserwartung: 69,7 Jahre (UNDP 2002)
HDI – Human Development Index: Rang 100 von 173 (UNDP 2002)
Verschuldung: 2001: 344 Mio. US$ (EIU 2002)

Tarrafal
Lage: an der Nordspitze der Insel Santiago
Gemeinde: setzt sich aus mehreren Ortschaften zusammen. Hauptort ist 'Vila do Tarrafal'
Einwohnerzahl der Gemeinde: 17.184
Einwohnerzahl 'Vila Do Tarrafal': 5.772
Bürgermeister: João Domingos Correia (MPD)
Nächste Gemeinderatswahlen: Februar 2004
Kindergärten der Gemeinde: 21
Anzahl der Kinder die diese Einrichtungen besuchen: 436
Anzahl der AufpasserInnen: 39
Schulen für Kinder von 6 bis 12 Jahren (Escolas do EBI): 23
Anzahl der SchülerInnen: 4051
Anzahl der ProfessorInnen: 134
Schulen für Kinder von 13 bis 18 Jahren (Escolas Secundária): 1
Anzahl der SchülerInnen: 2441
Anzahl der ProfessorInnen: 82

Noch mehr Informationen zu den Kapverdischen Inseln bei Wikipedia.