Terrakotta
Die Entstehung (2005)
- Die Idee aus der roten Erde die die Landschaft rund um das Zentrum prägt Terrakotta-Fliesen herzustellen ist während der Bauphase des Zentrums Mitte 2005 entstanden.
- Es konnten zwei österreichische Keramiker (Maria Kosareva und Martin Kunze) für das Projekt gewonnen werden. Sie haben Tarrafal besucht und in zwei Wochen die Fliesenproduktion auf den Weg gebracht.
- In einem selbstgebauten Lehmofen, beheizt mit dem auf dem Gelände des Zentrums herumliegenden Gestrüpp, wurden die Fliesen gebrannt.
- So ist es gelungen die Böden des Zentrums (Büroräume, Unterrichtsraum und Informatikraum) mit selbsthergestellten Fliesen zu verlegen.
Die Übergangsphase (2006 bis März 2008)
- Der Erfolg der Fliesenproduktion während der Bauphase hat Delta Cultura motiviert das Projekt weiterzuentwickeln.
- Die zwei Keramiker aus Österreich, Martin und Maria, sind Anfang 2006 ein zweites Mal auf Arbeitsbesuch gekommen und haben einen grösseren Ofen gebaut, der mit Gas und Sägespänen beheizt werden kann.
- Um den Ofen herum musste eine Windschutzmauer aus Lehm errichtet werden und für den Gasanschluss war der Bau einer kleinen Hütte für die Gasflaschen von Nöten.
- Bei dem ersten Brennversuch im neuen Ofen war die Temperaturverteilung nicht optimal …
- Es folgten weitere Versuche, die Fliesenproduktion konnte zwischenzeitlich aber nicht weiter finanziert werden und das Projekt wurde vorübergehend gestoppt.
Wiederaufnahme und Weiterentwicklung (seit März 2008)
- Im März 2008, nach einem Besuch von Freunden aus Wien, organisieren diese eine einjährige Finanzierung für das Terrakotta – Projekt.
- Das Jahr wird genutzt um die Fliesenproduktion in allen Arbeitsschritten weiter zu entwickeln. So wurde zum Beispiel das Mischungsverhältnis der Fliesen verbessert. Anstatt Sand wird nun Ton aus der Umgebung dem Lehm beigemischt.
- Die Herstellung der Fliesen wird optimiert. Schlussendlich stellt sich das Stanzen als die beste Möglichkeit heraus um ohne grossen Aufwand abgerundete Kanten zu bekommen.
- Mit dem Ofen haben wir so unsere liebe Not. Die Temperatur will nicht so recht auf die notwendigen 900°. Die Windschutzwände werden von Kühen zerstört. Die Gasleitungen verstopfen. Die Produktion von dünneren Fliesen erschwert das Einräumen des Ofens zusehends.
- Es gelingt die 900° zu erreichen, allerdings dauert dies zu lange. Die Windschutzwände sind wieder aufgebaut, vor Kühen geschützt und verputzt damit sie die Regenzeit ungeschadet überstehen. Eine neue Technik erleichtert das Einräumen.
- Die einjährige Finanzierung des Projektes ist inzwischen ausgelaufen. Delta Cultura stellt aber weiterhin zwei Arbeitskräfte zur Entwicklung und Produktion der Fliesen an und sucht nach Finanzierung um die Keramikspezialisten aus Österreich ein weiteres Mal nach Tarrafal zu bekommen. So können wir das Ofenproblem in den Griff bekommen und auch eine Glasur für die Fliesen entwickeln.





